Kasimir's märchenhafte Weihnachtsreise durch Königsbrück

Anläßlich dem diesjährigem Weihnachtsmarkt in Königsbrück am 16.12. ist in der Innenstadt wieder ein Schaufensterrätsel zu erleben. Teilnahmekarten dafür gibt es in den beteiligten Geschäften.
Zur Einstimmung hier der Text mit den zu erratenden Märchen:

"... so sollte es geschehen, dass im Jahre 2001 ein stolzer Kater namens Kasimir in das verschlafene Städtchen Königsbrück kam und gar Wundersames erlebte.

Mit gut aufgefüllten Säckchen nahm er seinen Weg durch die weihnachtlichen Straßen und Gassen. Da er einen weiten rätselhaften Weg vor sich hatte, wollte er sich im nahegelegenen Wirtshaus stärken. Jedoch sein Leibgericht, die Weihnachtsgans Auguste lief noch schnatternd durch die hoch herrschaftliche Küche.

Also zog er weiter und erreichte das Pfefferkuchenhaus. Dort wurde Kasimir von Hänsel und Gretel eingeladen, sich an dem süßen Zuckerzeug zu laben. Auf einmal sauste ein mit Eisblumen verzierter Schlitten an ihm vorbei. Ein eisiger Schauer durchfuhr unseren kleinen Freund. Auf diesem glitzernden Gefährt saß die herzlose Schneekönigin. Vielleicht hätte sie ein wärmeres Herz besessen, wenn sie eingekehrt wäre und sich einen guten Tropfen von Rotkäppchen's Wein, welcher für die Oma gedacht war, gegönnt hätte. Diesen Schluck bekam stattdessen unser gestiefelter Freund.

Danach begab er sich zum Barbier. Frisch gekämmt und die Barthaare gestutzt, tanzte er voller Vorfreude auf das weihnachtliche Fest mit Rumpelstilzchen um das wärmende Feuer. Ein orientalischer Duft zog ihn weiter.

Gemeinsam mit Aladin verschaffte sich Kasimir auf dem fliegenden Teppich einen Blick auf das wundervoll gestaltete Königsbrück. Sicher gelandet machte er die Bekanntschaft mit dem Tapferen Schneiderlein und lies sich noch nebenbei die Kleider erneuern. Nun fehlte Kasimir noch gar güldenes Geschmeide, welches er beim Goldschmied erblickte. Ebenso fand er unter all den Kostbarkeiten ein gar liebreizendes Geschöpf, so klein war es, ein wahres Däumelinchen. Als er weiterging, hörte Kasimir wundersamen tierischen Gesang der Bremer Stadtmusikanten. Weil es ihm gefiel stimmte er mit ein.

Ein verzauberter Bär kam des Weges und begleitete den Kater auf den Markt. Dort wurden sie bereits von den reizenden Schwestern Schneeweißchen und Rosenrot erwartet. Die große Standuhr beim Uhrmacher erinnerte mit ihrem Schlag daran, dass das siebte Zicklein, welches in der Uhr Schutz vor dem bösen Wolf suchte, aus seinem Versteck befreit werden musste.

Nachdem die gute Tat gelungen war, gelangte der Kater Kasimir ins Turmviertel des Städtchens. Um sich einen besseren Überblick zu verschaffen, kletterte er geschwind am Zopf von Rapunzel den Schlossturm hinauf. Der Bäckermeister schenkte ihm gleich noch eine größere Portion nach exotischen Gewürzen duftenden Gebäcks, welches er mit dem Schneewittchen und den sieben Zwergen in der Apotheke teilte. Dafür erhielt er die heilenden Feigen für den Kleinen Muck. Bevor unser gestiefelter Freund die Medizin abliefern konnte, bat er noch Frau Holle darum, ordentlich die Betten für eine weiße Weihnacht zu schütteln. Nun konnte endlich dem Sultan geholfen werden. Die wundertätigen Feigen zeigten schnell ihre Wirkung und befreiten den Herrscher von dem unsäglichen Leid, den Eselsohren.

Langsam wünschte er sich, an das Ziel seiner winterlichen Märchenreise zu gelangen. Mit diesem Wunsch war er jedoch nicht allein. Auf dem Rand des Brunnens saß der dicke Froschkönig und hegte schon lang den Traum von einer Prinzessin erlöst zu werden. Unser Kater mauzte einen kurzen Gruß und zog weiter durch so manches Königreich.

Kasimir sah die von ihrer Garstigkeit befreite Prinzessin des Königs Drosselbart. Leider konnte er nicht verweilen, um auf der Hochzeit des glücklichen Paares mit zu tanzen, die Zeit drängte. Von all den Strapazen müde, wollte sich Kasimir gerade zur Ruhe legen, doch die wundersame Melodie des Singenden, Klingenden Bäumchen's zog ihn in ihren Bann. Er hörte auch weihnachtliche Weisen, hell klingende Glöckchen, lachende und fröhliche Kinder, lustige Mütter und Väter, Marktschreier die ihre feinen Waren wohlfeil anboten, ein wahres weihnachtliches Getümmel war zu vernehmen. Den Gerüchen der Zuckerwaren und deftig Gegrillten, den klingende Tönen, der Wärme der Geborgenheit folgend erreichte Kasimir den festlich geschmückten Markt. Dort lernte er ein Mädchen kennen, das viele Sterntaler in ihrem Leibchen hielt, welche ihr durch ihre Warmherzigkeit vom Himmel geschenkt wurden. Vor Freude über diese himmlische Gabe begab sich unser Gestiefelter Kater und entzündete das Zauberfeuerzeug, das der weihnachtlichen Zeit einen hellichten Schein gab.

Ein wunderschönes leuchtendes Licht erfüllte den ganzen weihnachtlichen Markt und erwärmte die Herzen der Menschen in Königsbrück und wenn ihr stets miteinander lieb seid, dann brennt es immer fort."

Fröhliche Weihnachten

© A. Schröter/O. Herzog