AZV Königsbrück

Erhebung Grundgebühr für dezentrale Entsorgung

Bereits im Januar-Stadtanzeiger wurden die neuen Gebührensätze der im letzten Jahr durchgeführten Gebührenkalkulation des AZV Königsbrück erläutert. Seit dem 01.01.2016 gibt es für die Neukircher Ortsteile einheitliche Gebührensätze. In der Übergangszeit wurden die Gebührensätze von den bisherigen Aufgabenträgern, der Gemeinde Neukirch bzw. der ewag kamenz übernommen.
Durch die gesetzlich vorgeschriebene Umrüstung auf vollbiologisch arbeitende Kleinkläranlagen haben die meisten betroffenen Grundstückseigentümer für den Neubau oder die Umrüstung hohe Investitionskosten verkraften müssen. Der Abwasserzweckverband, als Abwasserbeseitigungspflichtiger, hat die Überwachung der dezentralen Abwasseranlagen laut Kleinkläranlagenverordnung zu gewährleisten. Das beinhaltet zum Beispiel die Erfassung der Daten der vorgeschriebenen Wartung, die Überprüfung der Schlammabfuhr und die Überprüfung der Einhaltung der Grenzwerte bis hin zur turnusmäßigen Überprüfung der Anlagen vor Ort. Außerdem muss der AZV Königsbrück der Landesdirektion die Daten für die per Landesgesetz geregelte Abwasserabgabe zur Verfügung stellen. Bei einer ordnungsgemäßen Betreibung der biologischen Kläranlage muss diese Abgabe von den Grundstückseigentümern auch nicht gezahlt werden. Den damit verbundenen Verwaltungsaufwand nur auf die Schlammentsorgungskosten umzulegen, ist nicht gerecht. Nach den bisherigen Kenntnissen erzeugen die unterschiedlichen Kläranlagentypen unterschiedliche Schlammabfuhrmengen. Außerdem ist bei einem Teil der vollbiologischen Kleinkläranlagen nicht mehr eine jährliche Schlammentsorgung erforderlich. Um eine faire Kostenzuordnung zu erreichen, wurde durch die Verbandsversammlung festgelegt, die bisherige Grundgebühr für die mobile Entsorgung nach einem geänderten Maßstab weiterzuführen. In den Ortsteilen von Schmorkau und Weißbach der Gemeinde Neukirch wurde bereits seit 1995 über eine Grundgebühr ein Teil der fixen Entsorgungskosten umgelegt. Zukünftig wird die Grundgebühr pro Kläranlage bzw. abflusslose Grube bemessen. Bisher galten als Maßstab die an die Anlage angeschlossenen Einwohner.
Die Höhe der Grundgebühr beträgt zukünftig pro Kleinkläranlage bzw. abflusslose Grube 3 € / Monat bzw. 36 € jährlich. Damit ist diese identisch mit der im zentralen Entsorgungsbereich festgesetzten Grundgebühr zur teilweisen Deckung der Fixkosten. Bei mehreren an eine Anlage angeschlossenen Grundstücken erhöht sich die Grundgebühr um den Faktor 0,2 pro Grundstück.
Die Bescheide für diese Grundgebühr werden den betroffenen Grundstückseigentümern Ende Oktober zugestellt, wobei die Zahlung im November fällig ist. Diese Gebührenerhebung wurde bewusst in einen Monat zum Ende des Jahres gelegt, in den keine weiteren Abwassergebühren zur Zahlung fällig werden.

L. Mögel
Geschäftsstellenleiter
AZV Königsbrück

Beschlüsse der 83. Verbandsversammlung am 21.09.2016 AZV

Gefasste Beschlüsse des AZV Königsbrück:

83. Verbandsversammlung am 21.09.2016 AZV

Beschluss-Nr. 01 - 09 –16 AZV
Eröffnung des Vergabeverfahrens der Ausschreibung zur Betreibung der Abwasseranlagen des AZV Königsbrück - Grundsatzbeschluss
Ja-Stimmen: 10 Nein-Stimmen: 0 Stimmenthaltungen: 0

Beschluss-Nr. 03 – 09 – 16 AZV
Weitere Verfahrensweise nach der Neuregelung des Umsatzsteuerrechts (§2b des Umsatzsteuergesetzes)
Ja-Stimmen: 10 Nein-Stimmen: 0 Stimmenthaltungen: 0

Die Beschlüsse liegen zur Einsichtnahme in den Geschäftsräumen des AZV Königsbrück zu den bekannten Öffnungszeiten aus.

Lars Mögel, Geschäftsstellenleiter AZV Königsbrück

 

AZV - Mitteilung über den Umzug der Firma Pohle

Das für unser Verbandsgebiet tätige Entsorgungsunternehmen für Fäkal- und Klärschlamm, Firma Pohle, ist umgezogen.

Die neue Anschrift ist: Dresdner Str. 10a in 01936 Schwepnitz

Telefonnummer: 035797 / 648980

Susanne Hellmann
AZV Königsbrück

AZV - Hinweise zur Wartung von vollbiologischen Kleinkläranlagen

Betreiber von vollbiologischen Kleinkläranlagen (normalerweise sind das die Grundstückseigentümer) haben ihre Anlage entsprechend den Vorgaben der Bauartzulassung in der Regel zweimal jährlich von einem Fachbetrieb warten zu lassen.

Das Hauptziel der Wartung ist die Sicherstellung des ordnungsgemäßen Betriebes der Anlage und damit die ständige Einhaltung der gemäß Abwasserverordnung geforderten Ablaufwerte.

Alle entsprechend Bauartzulassung durchgeführten Wartungsarbeiten werden in einem Protokoll dokumentiert, welches dem Betreiber übergeben wird.

Die folgenden beiden Parameter sind für den Betreiber dabei von besonderem Interesse:

  1. Schlammspiegelmessung in der Vorklärung
  2. CSB-Wert am Ablauf der Anlage

Schlammspiegelmessung in der Vorklärung

Die Schlammspiegelmessung gibt an, ob die Notwendigkeit einer Klärschlammabfuhr besteht. Entsprechend wird dies von der Wartungsfirma im Wartungsprotokoll vermerkt. Das heißt, Klärschlamm muss nur dann abgefahren werden, wenn dies durch die Wartungsfirma angegeben wird. Eine turnusmäßige Abfuhr, wie beim bisherigen Tourenplan, erfolgt nicht mehr.

Die Wartungsprotokolle sind vom Betreiber dahingehend zu prüfen und die Schlammabfuhr, wenn notwendig, von dem Entsorgungsbetrieb Fa. Pohle durchführen zu lassen.

CSB-Wert am Ablauf der Anlage

Am Ablauf der vollbiologischen Kleinkläranlage wird eine Abwasserprobe entnommen und daraus im Labor unter anderem der CSB-Wert bestimmt, welcher gemäß Abwasserverordnung 150 mg/l nicht überschreiten darf. Auch dieser Wert wird auf dem Wartungsprotokoll vermerkt und ist vom Anlagenbetreiber zu prüfen. Bei Überschreitungen sollte er gemeinsam mit dem Wartungsunternehmen nach den Ursachen suchen. Nicht immer sind es die anlagentechnischen Komponenten, die die Überschreitungen der Grenzwerte verursachen. Oftmals spielt auch das Benutzungsverhalten oder aber beispielsweise ein unbeabsichtigtes Einleiten von Fett, Oberflächenwasser oder der Gebrauch von Arzneimitteln eine Rolle. Nur gemeinsam können die Gründe gefunden und abgestellt werden.

Entsprechend § 5 Kleinkläranlagenverordnung ist der AZV Königsbrück zur Überwachung der Eigenkontrolle und Wartung der Kleinkläranlagen verpflichtet. Dementsprechend ist spätestens einen Monat nach durchgeführter Wartung eine Kopie des Wartungsprotokolles an den AZV zu übergeben.

Haben Sie Fragen zur Wartung von vollbiologischen Kleinkläranlagen, dann sprechen Sie die Mitarbeiter des AZV Königsbrück bitte an.

Susanne Hellmann
AZV Königsbrück

 

AZV - Hinweis auf Sitzungstermin

Die 83. Verbandsversammlung des AZV Königsbrück, findet am Mittwoch, den 21. September 2016 um 19:00 Uhr im Beratungsraum Rathausgäßchen in Königsbrück statt.

Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind dazu recht herzlich eingeladen.

Die Tagesordnung entnehmen Sie bitte aus den Bekanntmachungstafeln.

H. Driesnack, Vorsitzender AZV Königsbrück