Die Freiwillige Feuerwehr im Blickpunkt

„Die Einsatzbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehren in den neuen Bundesländern, vor allem in den ländlichen Gebieten Sachsens, ist mittel- und langfristig deutlich gefährdet. In einzelnen Gemeinden können bereits heute die Einsatzfahrzeuge während der Tagesbereitschaft nicht mit der erforderlichen Zahl von Einsatzkräften besetzt werden." (Arbeitskreis „Zukunft Brandschutz")

Das Thema ist nicht neu, wird oft diskutiert. Bisher ohne dass konkrete Lösungen auf der Hand liegen. Zumindest keine, die relativ schnell umsetzbar sind und unmittelbaren Erfolg versprechen. Aus diesem Grund nahm sich der eigens dazu gegründete Arbeitskreises „Zukunft Brandschutz" der Problematik an. Ausgewiesene Fachleute in Sachen Feuerwehr trafen sich mehrmals und analysierten und diskutierten Ursachen, Begleiterscheinungen und Perspektiven. Darunter Mitglieder der Feuerwehr Weißwasser, der Stadtverwaltung und des Stadtvereins Weißwasser, der Feuerwehr Dresden, der Arbeitsgemeinschaft Berufsfeuerwehren Sachsen, Kreisbrandmeister sowie Mitglieder des Landesfeuerwehrverbandes Sachsen. Eine detaillierte Untersuchung der Gegebenheiten in und um Weißwasser sollte generell mehr Klarheit bringen: Wie kann die ehrenamtliche Mitarbeit in Sachsens Freiwilligen Feuerwehren gestärkt werden? Bereits bestehende Lösungsansätze wurden hinsichtlich ihrer Umsetzbarkeit diskutiert. Neue Ideen wurden gesammelt.

Gedanken und Ideen die sich festsetzen konnten, waren unter anderem: mehr öffentliche Anerkennung, ein modernerer Führungsstil, ein breiteres Angebot an Freizeitveranstaltungen für Mitglieder, größerer finanzieller Ausgleich an den Arbeitgeber bei Einsätzen von Arbeitnehmern, einheitliche Aufwandsentschädigungen für alle Einsätze, Wiedereinführung der Feuerwehrabgabe, Entlastung der Freiwilligen Feuerwehr von sachfremden Aufgaben, Einführung einer Teilzeitfeuerwehr, die Einstellung hauptamtlicher Feuerwehrleute in einer Stützpunktfeuerwehr.

Inwieweit die einzelnen Punkte realisierbar sind, bleibt nun im Weiteren zu untersuchen. Der Arbeitskreis hat seine Empfehlungen abgegeben. Ob es eines Tages unumgänglich wird, eine Pflichtfeuerwehr einzusetzen, weil zwar eine Freiwillige Feuerwehr besteht, die Mindeststärke der Tagesbereitschaft jedoch generell nicht erreicht wird, steht in den Sternen.

Warnung vor Betreten der Wälder: Schneebruchgefahr

Das Kreisforstamt warnt aufgrund von Schneebruchschäden vor dem Betreten von
Waldgebieten. Der Schwerpunkt der Schäden liegt im Berg- und Hügelland und im westlichen
Bereich des Landkreises Bautzen. Autofahrer werden ebenfalls aufgefordert Nebenstraßen
zu meiden, die durch schneebruchgefährdete Waldgebiete führen.

In den Wäldern im Landkreis Bautzen sind in den vergangenen Tagen erhebliche Schäden
durch Schneebruch entstanden. Angedrückte, oft unter Spannung stehende Bäume,
die plötzlich umstürzen oder abbrechen können, stellen eine große Gefahr für Waldbesucher
dar. Für die nächsten Tage sind neue Schneefälle angekündigt. Deshalb bleibt
die Gefahrenlage bestehen.

Weitere Auskünfte erteilt das Kreisforstamt unter Telefon 03591-5251 68000.

LANDRATSAMT BAUTZEN
PRESSESTELLE
Bearbeiter: Gernot Schweitzer
Dienstsitz: Bahnhofstraße 9
02625 Bautzen
Telefon: 03591 5251-80110
Fax: 03591 5250-80110
E-Mail: presse@lra-bautzen.de
Datum: 04.12.2012

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