Bauvorhaben des AZV Königsbrück im Jahr 2020

Wie in jedem Jahr, so möchten wir auch die in diesem Jahr geplanten Baumaßnahmen des AZV Königsbrück vorstellen.

1. Laußnitz
In der Verbandsgemeinde Laußnitz beginnt voraussichtlich am 20. April 2020 eine große Kanal- und Straßenbaumaßnahme. Bereits im Jahr 2014 wurde der erste Teilabschnitt der Bundesstraße B 97 in der Ortsdurchfahrt Laußnitz erneuert. In diesem und im nächsten Jahr wird der Teil der Ortsdurchfahrt vom Ortsteingang aus Königsbrück bis an den Dorfteich (Anbindung Teichstraße) durch den Straßenbaulastträger, dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LaSuV NL Bautzen), straßenseitig saniert.
Nachdem in den letzten Jahren der Bahnübergang an der Schulstraße durch die DB AG umgebaut wurde, kann nun dieses langjährige Projekt in Laußnitz zum Abschluss gebracht werden. Die Planungsvorbereitungen dafür laufen von Seiten des AZV Königsbrück bereits seit dem Jahr 2011.
Vor dem grundhaften Ausbau der Ortsdurchfahrt Laußnitz muss der Medienbestand erneuert werden. Das bedeutet, dass im Baubereich durch den AZV Königsbück und die Gemeinde Laußnitz eine neue Schmutz- und eine Regenwasserkanalisation errichtet werden. Von Seiten der ewag kamenz wird im öffentlichen Bereich eine neue Trinkwasserleitung verlegt, bisher gibt es einen Altbestand, der quer durch die Grundstücke verlegt wurde. Zusätzlich beauftragt die Gemeinde Laußnitz die Erneuerung der Straßenbeleuchtung und des Gehweges. Für die Ableitung des Regenwassers in den zum Teil verrohrten Vorfluter „Wasserfurche“ ist der Bau eines Regenrückhaltebeckens erforderlich. Mit dieser Speichereinrichtung, die am Knotenpunkt der B 97/ B 98 vorgesehen ist, soll auch langfristig, insbesondere bei Starkregenereignissen, eine Entsorgungssicherheit gewährleistet werden.
Diese umfangreiche gemeinsam koordinierte Baumaßnahme der Aufgabenträger wird sich bis in die zweite Jahreshälfte des Jahres 2021 ziehen. Nach Planung des LaSuV wird die Bautätigkeit in diesem Jahr über eine halbseitige Sperrung realisiert, im nächsten Jahr ist zeitweise mit einer Vollsperrung der Bundesstraße B 97 zu rechnen.
In unserer langjährigen Bautätigkeit hat es sich bewährt, den Ablauf der Baumaßnahme und die damit verbundenen Einschränkungen in einer Anwohnerversammlung vorzustellen. Auf Grund der derzeitigen Vorsichtsmaßnahmen zur Einschränkung der Virusinfektion ist das leider nicht möglich. In Abstimmung mit dem LaSuV und den anderen Aufgabenträgern werden wir, unabhängig vom tatsächlichen Baubeginn, diese Anwohnerversammlung nachholen, sobald sich die derzeitige Lage entspannt hat. Mit den Bauarbeiten wird im Bereich des Knotenpunktes B 97/ B 98 begonnen - in diesem Bereich sind für Anwohner noch keine direkten Einschränkungen zu erwarten.
An dieser Stelle möchte ich auch heute schon um Verständnis für die Einschränkungen und zu erwartenden Behinderungen dieser langwierigen Baumaßnahme bitten.

2. Neukirch, OT Koitzsch
Für den Ortsteil Koitzsch liegt nun eine Vorplanung der Erneuerung der Trink- und Abwasserentsorgung vor. Diese wurde in der Gemeinderatssitzung der Gemeinde Neukirch im Januar vorgestellt. Besonders im Altbestand der Abwasserleitungen ist hier ein extrem maroder Zustand zu beklagen, der immer wieder zu Kanal- und Straßeneinbrüchen führt. Für den geplanten 1. Teilbauabschnitt im Bereich der Teichstraße/ Poststraße werden wir in diesem Jahr gemeinsam mit der ewag kamenz und der Gemeinde Neukirch eine Entwurfsplanung erstellen, mit der dann eine Finanzierung erarbeitet werden soll. Durch die schwierige finanzielle Situation der Gemeinde Neukirch, die durch andere ebenfalls dringende Projekte verschärft wird, müssen wir hier mit einer entsprechenden Vorlaufzeit rechnen.

VEOLIA Kläranlage Königsbrück3. Kläranlage Königsbrück
Es ist kaum zu glauben – im April werden es 25 Jahre, dass die Kläranlage Königsbrück ihren Probebetrieb im Jahr 1995 aufgenommen hat. Seitdem hat diese Anlage dank einer sehr guten Betriebsführung durch die Veolia Wasser Deutschland GmbH (früher OEWA GmbH) eine zuverlässige Entsorgung des anfallenden Abwassers aus dem gesamten Verbandsgebiet gewährleistet.
Im Verbandsgebiet des AZV Königsbrück sind jetzt alle Grundstücke, zum Teil über mobile Entsorgung an die Kläranlage Königsbrück angeschlossen. Bedingt durch die derzeitige Bevölkerungsentwicklung ist die Kläranlage kapazitätsmäßig aus- bzw. überlastet. Mit der weiteren Wohnbebauung in Königsbrück und den Verbandsgemeinden ist dabei auch nicht von einem kurzfristigen Einwohnerrückgang auszugehen. Die Verbandsversammlung des Zweckverbandes hat deshalb entschieden, eine Ertüchtigung der Kläranlage vorzunehmen. Dabei wird ein weiteres Belebungsbecken errichtet, das ursprünglich schon im Jahr 1994 gebaut werden sollte, man hat damals sinnvollerweise vorläufig darauf verzichtet. Künftig kann neben der Kapazitätserweiterung auch eine höhere Betriebssicherheit gewährleistet werden. Zusätzlich wird eine stationäre Schlammentwässerungsanlage errichtet. Die Entsorgung von Klärschlamm stellt Aufgabenträger der Abwasserentsorgung zukünftig vor enorme Herausforderungen, da die Entsorgung von Klärschlamm erheblich schwieriger und teurer wird. Zum einen ist eine landwirtschaftliche Ausbringung nicht mehr zulässig, zum anderen werden durch die Energiewende die Verbrennungskapazitäten weniger. Die Errichtung einer stationären Schlammpresse ist ein wichtiger Schritt in die Zukunft, um langfristig Entsorgungsengpässen entgegenwirken zu können.
Mit der Ertüchtigung der Kläranlage kommt der Zweckverband außerdem seiner gesetzlichen Verpflichtung nach, die Mischwasserentlastung auf eine vorgegebene Menge zu reduzieren (im Starkregenfall wird verdünntes Mischwasser in den Vorfluter abgeschlagen). Für die Umsetzung dieser Maßnahme werden auch Fördermittel beantragt.
Die Planungsarbeiten für die Ertüchtigung sind im vollen Gange, geplant ist, die Bauarbeiten in diesem Jahr auszuschreiben und in den Jahren 2021/2022 umzusetzen. Dazu werden wir auch gern weiter über den Stand der Vorbereitungen informieren. Die Möglichkeit der Vorstellung der geplanten Ertüchtigung bei einer Anlagenbegehung anlässlich des „Tag des Wassers“ am 22. März war durch die derzeitige angespannte Situation leider nicht möglich.

Lars Mögel
AZV Königsbrück

AZV - 104. Verbandsversammlung am 27.02.2020

Gefasste Beschlüsse des AZV Königsbrück:

104. Verbandsversammlung am 27.02.2020

Beschluss-Nr. 01- 02- 20 AZV
Beschluss zur Einarbeitung von Korrekturen in die Haushaltsatzung des AZV Königsbrück während der Auslegungsfrist

Ja-Stimmen: 10 Nein-Stimmen: 0 Stimmenthaltungen: 0

Beschluss-Nr. 02- 02- 20 AZV
Beschluss zur Haushaltsatzung 2020
Ja-Stimmen: 10 Nein-Stimmen: 0 Stimmenthaltungen: 0

Beschluss-Nr. 03- 02- 20 AZV
Beschluss zur Vergabe der Prüfung der Standsicherheit (Prüfstatik) für Bauwerke zur Ertüchtigung der Kläranlage Königsbrück
Ja-Stimmen: 10 Nein-Stimmen: 0 Stimmenthaltungen: 0

Beschluss-Nr. 04- 02- 20 AZV
Beschluss zur Beauftragung der Anwaltskanzlei Peters und Partner zur rechtlichen Klärung bezüglich der Eröffnungsbilanz des AZV Königsbrück
Ja-Stimmen: 10 Nein-Stimmen: 0 Stimmenthaltungen: 0

Die Beschlüsse liegen zur Einsichtnahme in den Geschäftsräumen des AZV Königsbrück zu den bekannten Öffnungszeiten aus.

Heiko Driesnack, Vorsitzender des AZV Königsbrück

Abbuchungen AZV-Beiträge

Sehr geehrte Bürger,

im Monat Februar und März 2020 kam es zu größeren Problemen bei der Abbuchung Ihrer Beiträge und Abgaben des AZV, besonders bei der Abbuchung zum 15.03., die versehentlich doppelt erfolgte.
Sie erhalten Ihr Geld umgehend zurück.
Wir bitten Sie von Rückbuchungen Ihrerseits abzusehen, zum einen aus Kostengründen und zweitens um den Überblick zu behalten. Wir arbeiten an der Beseitigung der Ursachen und entschuldigen uns bei Ihnen für die entstandenen Unannehmlichkeiten.

Bei Fragen in diesem Zusammenhang wenden Sie sich bitte an die Finanz- und Bauverwaltung der Stadt Königsbrück unter der Telefon 035795 388-15.

Janda
Sachgebietsleiterin Kasse
Stadtverwaltung Königsbrück

AZV - Tag des Wassers auf der Kläranlage Königsbrück muss ausfallen

Tag des Wassers auf der Kläranlage Königsbrück muss ausfallen / Umsichtiges Verhalten der Verbraucher nicht nur im Umgang mit dem Virus wünschenswert

Das Corona-Virus legt das öffentliche Leben nahezu lahm.

Viele Veranstaltungen werden abgesagt oder verschoben.
Das betrifft auch die Pläne für den Tag des Wassers am 22. März in Königsbrück.

“Wir hätten den Anlass sehr gern genutzt, um die Menschen einzuladen, sich ein Bild von unserer Arbeit in der Abwasserbehandlung zu machen. Wir haben aber frühzeitig entschieden, davon Abstand zu nehmen, um niemanden unnötig zu gefährden”, erklärt Alexander Zschocke, stellvertretender Bereichsleiter für den Abwasserbetrieb bei Veolia. “Der Schutz der Gesundheit geht vor allem in diesen Zeiten vor.”

Der Internationale Tag des Wassers beschäftigt sich in diesem Jahr mit der Thematik “Wasser und Klimawandel”.
Da sich extrem heiße und trockene Sommer am Ende auch auf den Betrieb der Abwasseranlagen auswirken, hätte man die Gelegenheit gern genutzt, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, bedauert Alexander Zschocke die Absage, die jedoch unausweichlich gewesen sei.

AZV - Abwasserreinigung ist sichergestellt

Die Veolia-Wasserexperten haben die Kläranlage wie hier in Königsbrück stets im Blick - auch im Notfall über das Fernwirksystem im Home-Office.Das Abwasser wird auch in Corona-Zeiten zuverlässig gereinigt. Aktuell gibt es hierbei keinerlei Einschränkungen, der Betrieb der Anlagen im Gebiet des Abwasserzweckverbandes Königsbrück wird durch die Veolia Wasser Deutschland GmbH rund um die Uhr gewährleistet. Der Wasserdienstleister hat dafür einen umfangreichen Epidemie-Plan entwickelt. Dieser orientiert sich am nationalen Epidemie-Plan und an den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO), des Europäischen Zentrums für Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) und des Robert Koch-Instituts (RKI).

“Wir haben alles so organisiert, dass Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten und den Betrieb der Abwasseranlagen über das Fernwirksystem im Home-Office überwachen können”, berichtet Tina Stroisch, Sprecherin der Veolia Wasser Deutschland GmbH, die im kommunalen Auftrag die Abwasserreinigung sichert. Vor-Ort-Kontrollen und notwendige Arbeiten auf Anlagen erfolgen aktuell ohne direkten Kontakt zwischen mehreren Kollegen sowie mit der Außenwelt. Statt auf Besprechungen und Dienstreisen setzt Veolia auf Video- oder Telefonkonferenzen, um den direkten Kontakt zwischen den Mitarbeitern zu reduzieren. “Damit wollen wir verhindern, dass im Ernstfall plötzlich mehrere Kollegen auf einmal unter Quarantäne gestellt werden müssten”, so Tina Stroisch. Außerdem ist gewährleistet, dass Mitarbeiter von anderen Unternehmensstandorten unterstützen können, wenn zum Beispiel Wasserproben genommen, Ablaufwerte gemessen, Rechengut entsorgt, Chemikalien nachgefüllt, Maschinen gereinigt, gewartet oder repariert werden müssen. Alle Veolia-Beschäftigten sowie externe Dienstleister wurden über die Notwendigkeit der grundlegenden Hygieneprinzipien belehrt und aufgefordert, ohne Ausnahme die vorgeschriebene persönliche Schutzkleidung zu tragen.