94. Verbandsversammlung gefasste Beschlüsse

Gefasste Beschlüsse des AZV Königsbrück:

94. Verbandsversammlung am 18.07.2018 AZV

Beschluss-Nr. 01 – 07 - 18 AZV
Vergabe der Kanalisierungsmaßname Curt-Tausch-Straße in Königsbrück –
Los 3 Kanalsanierung offene Bauweise

Ja-Stimmen: 10 Nein-Stimmen: 0 Stimmenthaltungen: 0

Beschluss-Nr. 02 - 07 - 18 AZV
Vergabe der Kanalisierungsmaßnahme Curt-Tausch-Straße in Königsbrück –
Los 4 Kanalsanierung geschlossene Bauweise

Ja-Stimmen: 10 Nein-Stimmen: 0 Stimmenthaltungen: 0

Beschluss-Nr. 03 – 07 – 18 AZV
Weitere Verfahrensweise der Abrechnung der Kanalbaumaßnahme im OT Schmorkau gegenüber dem Straßenbaulastträger bezüglich des Straßenentwässerungskostenanteils

Ja-Stimmen: 7 Nein-Stimmen: 3 Stimmenthaltungen: 0

Die Beschlüsse liegen zur Einsichtnahme in den Geschäftsräumen des AZV Königsbrück zu den bekannten Öffnungszeiten aus.

Heiko Driesnack, Vorsitzender des AZV Königsbrück

Beginn der Bauarbeiten auf der Curt- Tausch- Straße in Königsbrück

In der Juni- Ausgabe des Stadtanzeigers wurden, wie in jedem Jahr, die Bauvorhaben des AZV Königsbrück vorgestellt, die derzeitig in der Planung sind.
Dabei berichteten wir von der Kanalsanierungsmaßnahme auf der Curt- Tausch- Straße in Königsbrück. Durch die in den letzten Jahren vermehrten Straßeneinbrüche in dem Straßenabschnitt, die durch Schäden an der Kanalisation verursacht wurden, haben wir ein Ingenieurbüro mit der Planung einer Kanalsanierungsmaßnahme beauftragt. Mittlerweile wurde eine öffentliche Ausschreibung der geplanten Bauarbeiten durchgeführt. Obwohl die Finanzierung der Baumaßnahme gesichert ist, bestand bis vor wenigen Wochen für uns das große Fragezeichen, ob wir die Baumaßnahme in diesem Jahr umsetzen können. Durch die derzeitige Kapazitätsauslastung der Baubetriebe werden öfters bei öffentlichen Ausschreibungen keine Angebote abgegeben oder werden solche Preise angeboten, die fern der vorher erstellten Kostenberechnung liegen und dann auch nicht bezuschlagt werden dürfen. Glücklicherweise haben wir für unsere Baumaßnahme annehmbare Angebote erhalten, so dass wir doch die Sanierung in diesem Jahr durchführen können.
Mit den Bauarbeiten wird voraussichtlich am 20. August 2018 begonnen, wobei mit dem Baubeginn eine Vollsperrung der Curt- Tausch- Straße aufgebaut werden muss. Die offizielle Umleitung, so auch für die Buslinien des VVO erfolgt über die Hohentalstraße und die Ortsumgehung der B 97. Zum Teil müssen auch die Busfahrplanzeiten angepasst werden, wie uns von der Regionalbus Oberlausitz GmbH mitgeteilt wurde.

Diese Kanalsanierungsmaßnahme wird gemeinsam mit der Stadt Königsbrück ausgeführt. Nach den Kanalbauarbeiten soll im Auftrag der Stadt Königsbrück die Kleinpflasterdecke erneuert werden, die noch nicht sanierten Gehwege werden ebenfalls saniert. Zurzeit sind wir außerdem noch mit der Deutschen Telekom in Verhandlung, die den Auftrag zum Breitbandausbau erhalten hat. Es wurde uns von den zuständigen Mitarbeiter zugesagt, dass im Baubereich der Curt- Tausch- Straße die Verlegung der notwendigen Leitungen vorgezogen und sofort mit ausgeführt werden soll. Hoffen wir, dass diese Zusage auch eingehalten wird.
Durch den Umfang der auszuführenden Bauarbeiten gehen wir davon aus, dass diese bis zum Ende des Jahres andauern werden – in der Hoffnung dass sich der Wintereinzug Zeit lässt.
Eine besondere Herausforderung bei dieser ohnehin im Innenstadtbereich nicht ganz einfachen Maßnahme ist die Tatsache, dass sich die Postfiliale von Königsbrück inmitten des Baubereiches befindet. Leider ist es aus verschiedenen rechtlichen Gründen nicht möglich, die Postfiliale während der Bauarbeiten in ein anderes leerstehendes Geschäft außerhalb der Curt- Tausch- Straße „umzuquartieren“. Die Zufahrt für die Abholung durch die Unternehmen der Deutschen Post werden wir über die Mittelstraße gewährleisten. Allerdings müssen die Kunden den Weg zur Poststelle zu Fuß in Kauf nehmen.
In diesem Zusammenhang bitten wir alle Fahrzeughalter, die eine Dauerparkkarte im Innenstadtbereich haben, Ihre Fahrzeuge während der Bauarbeiten möglichst nicht auf dem Markt bzw. im Innenstadtbereich abzustellen. Vielleicht besteht auch die Möglichkeit für den Einzelnen, den PKW z.B. auf dem Parkplatz am Stadtbad abzustellen.
Uns ist bewusst, dass eine derartige Baumaßnahme eine Herausforderung für Anwohner und Geschäftskunden darstellt, wir können hier nur um gegenseitige Rücksichtnahme bitten.

Lars Mögel
AZV Königsbrück

Straßenbaumaßnahme Laußnitz im OT Höckendorf

Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LaSuV) beginnt am 02. Juli 2018 im Ortsteil Höckendorf mit der Straßendeckenerneuerung auf der Königsbrücker Straße im Bereich der Bäckerei bis zum Ortsausgang in Richtung Laußnitz/ Königsbrück.

Diese Bauarbeiten wurden auf Forderung der Verkehrsbehörde in die Ferienzeit gelegt, da in dieser Zeit der Regional-Bus-Verkehr eingeschränkt ist. Es steht nur eine großräumige Umleitung über Ottendorf- Okrilla und Lomnitz zur Verfügung.
Für den innerörtlichen Anwohnerverkehr wird der Treibeweg als Umleitungsstrecke freigegeben. Die Arbeiten sollen mit dem Ende der Ferien in der 2. Augustwoche zum Abschluss gebracht werden.

Mit dieser Maßnahme wird in diesem Jahr nur der 1. Bauabschnitt realisiert, in den Sommerferien des nächsten Jahres wird der weiterführende Bereich von der Bäckerei Haase bis zur Pulsnitzer Straße erneuert.
Ursprünglich sollte die Gesamtmaßnahme in diesem Jahr komplett gebaut werden, was auf Grund des Umfangs aus verkehrstechnischer Sicht so nicht möglich war. Im nächsten Jahr wird neben dem Ausbau des Kleinpflasters und bituminöser Wiederherstellung teilweise eine Regenwasserkanalisation errichtet und der Grabendurchlas erneuert.

Joachim Driesnack
Bürgermeister
Gemeinde Laußnitz

Niederschlagswasserableitung auf öffentliche Verkehrsflächen

Niederschlagswasserableitung auf öffentliche VerkehrsflächenIm Zuge der Planungsvorbereitungen der Straßen- und Kanalbaumaßnahme auf der Königsbrücker Straße im Ortsteil Höckendorf der Gemeinde Laußnitz fanden Vororttermine mit den angrenzenden Grundstückseigentümern statt (siehe auch Artikel zur jetzt beginnenden Straßenbaumaßnahme).
Im Rahmen dieser Vororttermine, wurde festgestellt, dass durch das topographische Gefälle von fast allen Grundstücken Regenwasser von befestigten Hofflächen auf die Straße abläuft. Teilweise werden sogar Dachrinnen der Wohngebäude auf die Straße abgeleitet.

Von Seiten des bei dem Vororttermin mit anwesenden Vertreters des Straßenbaulastträgers (Landesamt für Straßenbau und Verkehr) wurden diese Zustände bemängelt. Laut dessen Forderung muss im Zuge der Straßenbaumaßnahme Abhilfe geschaffen werden. Dabei sollte das Regenwasser auf dem Grundstück versickert werden bzw. wenn vorhanden und möglich, kann eine Anbindung und Ableitung über einen Regenwasserkanal erfolgen.

Diesen Vororttermin möchten wir, als Zweckverband, zum Anlass nehmen und erneut auf diese Thematik hinweisen. In den letzten Jahren haben wir im Stadtanzeiger immer wieder dieses Problem publik gemacht. Auch wird bei Neubebauungen von Grundstücken durch den Zweckverband eine Abnahme durchgeführt, wobei unter anderem geprüft wird, dass eine derartige Regenwasserableitung auf öffentliche Straßenflächen ausgeschlossen ist.

Bei vielen Grundstücken ist diese Ableitung allerdings schon seit mehreren Generationen eine Gegebenheit. Deshalb werden manche Grundstückseigentümer nicht nachvollziehen können, warum jetzt mit Nachdruck eine Änderung der bisherigen Entwässerungssituation gefordert wird. Eine Ursache ist jedoch in den immer häufiger werdenden Starkregenereignissen zu suchen. Die Straßenentwässerungsanlagen sind ausgelegt, um die Straßenflächen entwässern zu können. Insbesondere bei Starkregenereignissen ist die Regenwasserableitung nicht mehr gesichert, wenn von weiteren Flächen (z. B. von Grundstückszufahrten) Regenwasser abzuleiten ist. Die Folge ist dann, dass tieferliegende Grundstücke vom Straßenwasser geflutet werden. In diesen Fällen sind wir als Abwasserbeseitigungspflichtiger neben dem Straßenbaulastträger mit in der Pflicht, Abhilfe zu schaffen. Wenn derartige Schadensereignisse vorliegen, sind wir gezwungen, von den Grundstückseigentümern, die Regenwasser auf öffentliche Flächen ableiten, eine geordnete Regenwasserableitung einzufordern.

Aus diesem Grund möchten wir erneut darum bitten, zum Beispiel bei Versiegelungen von Hofflächen und Grundstückszufahrten darauf zu achten, dass das Regenwasser an der Grundstücksgrenze abgefangen und möglichst auf dem Grundstück versickert wird. Nur wenn eine grundstückseigene Versickerung aus technischen Gründen nicht realisierbar ist, kann eine im Vorfeld zu beantragenden Anschluss und damit Einleitung in die vorhandene öffentliche Kanalisation zugestimmt werden.

In diesem Zusammenhang weisen wir auch darauf hin, dass eine Versiegelung von unbefestigten Randstreifen, die zur Versickerung des Straßenwassers dienen, nicht zulässig ist. Die Folge sind auch hier Überflutungen von Grundstücken, die tiefer liegen, als die Straßenfläche. Zukünftig werden die Straßenbaulastträger einen Rückbau von nicht genehmigten versiegelten öffentlichen Randstreifen einfordern.

Lars Mögel
AZV Königsbrück