Die Geschichte der Post

Postkutsche 18721670 erste Nennung einer Post in Königsbrück, Sie war im Grundstück Markt 18 untergebracht. In ihr wurden auch die Pferdegespanne ausgetauscht.

1694 fuhr die erste Fahrpost wöchentlich zweimal von Leipzig über Königsbrück nach Breslau (mit Pferden bespannt)
Aus alten Ortsverzeichnissen mit Postanstalten geht hervor, dass im Jahre 1711 bereits in Königsbrück eine Postanstalt, verbunden mit Posthalterei (Anspannung), bestand.

1724 erhielt Königsbrück vor den Toren der Stadt zwei Postsäulen, diese standen an der Ecke Weissbacherstr./Louisenstr. und rechtsseitig der Baderbrücke.

1793 kam die fahrende Post Leipzig-Breslau und die fahrende Post Dresden-Guben hier durch. Die Verbindung Leipzig-Breslau wurde später aufgehoben.
Das Postfuhrwesen hatte damals einen bedeutenden Umfang.
Beispiel: Bei der Durchreise des Königs von Sachsen mit Gefolge mussten 1810 von Königsbrück 320 Pferde gestellt wurden. 1813 bei der Durchreise des Kaisers von Frankreich 76 Pferde.

1850 wurden in Königsbrück erstmals Postbriefmarken ausgegeben und Posteinzahlungen ermöglicht.

Oberpostschaffner Praler Otto 19411859 fuhr eine tägliche Personenpost Königsbrück-Dresden.

Ab 1864 Verbindung Großenhain-Königsbrück-Kamenz geschaffen.

1871 bestanden täglich 2 Verbindungen nach Dresden, eine Verbindung nach Hoyerswerda und eine Botenpost nach Schwepnitz.

1876 Die Post wird in das Gebäude Kamenzer Str./ Topfmarkt verlegt.

1884 Nebenbahn Klotzsche-Königsbrück dem Verkehr übergeben. Die Beförderung der Briefsendungen erfolgte nun durch die Bahn. Daneben bestand noch das Privatpersonenfuhrwerk Königsbrück-Dresden.

Ab 1891 konnten den Landbriefträgern auch Postanweisungen, Nachnahmesendungen, kleinere Pakete, Sendungen mit Wertangabe bis zum Betrag von je 150 Mark sowie Barbeträge zum Ankaufe von Postwertzeichen pp. und zur Bestellung von Zeitungen bei den Postanstalten übergeben werden.

1897 zieht die Post in das jetzige Gebäude auf der Kamenzer Str.26.

Das Privat-Personenfuhrwerk Königsbrück-Dresden fuhr am 14. August 1898 zum letzen Mal. Vom 15. August an nutzte man zwei Züge zu Postzwecken.

Am 6. Dezember 1899 wurden die ersten öffentlichen Fernsprechstellen in Königsbrück, Schwepnitz, Laußnitz, Tauscha, Krakau und Schmorkau an das allgemeine Fernsprechnetz angeschlossen.

Seit 1929 sind beim Postamt Landkraftwagen stationiert, mit welchen die Postversorgung der umliegenden Ortschaften erfolgt.
Ab 1945 musste das Postamt Königsbrück auch die Orte im Kreis Großenhain versorgen.
Die Postlieferung erfolgte durch die Deutsche Reichsbahn und wurde dann mit kleinen "Handwägelchen" in das Postgebäude gebracht.

Nach 1952 erfolgte die Belieferung mit Sendungen (Briefe, Kleingutsendungen, Zeitungen, Zeitschriften und Geldversorgung) bis zu den Orten Großnaundorf, Oberlichtenau, Steina.

In den 50er Jahren wurde die gelbe Post (Briefe und Pakete) und die graue Post (Telegraphenwesen) zusammengelegt - Post- und Fernmeldeämter entstanden
Seit Mitte der 60er Jahre wurden die kleineren Gemeinden im Kreis von Kamenz betreut.

seit der Wende vielfältige Veränderungen
In den 90er Jahren nahm das Briefpostzentrum Ottendorf seine Tätigkeit auf.

Am 4.August 2003 Schließung der Postfiliale Kamenzer Str. und Einrichtung einer Postagentur.

Quelle Ortschronik Königsbrück