Louisenstift

Louisenstift 1910Gründung: Am 02.05. 1835 als Kleinkinderschule im Jägerhof der Standesherrschaft im vorderen Teil des Meurerschen Eisenwerkes mit 18 Kindern eröffnet.

Gestiftet von Frau Kammerherrin Gräfin Louise von Hohenthal
16.08.1845 mit 36 Jahren gestorben

Das Anliegen der Einrichtung ist und war es:
"Eltern, denen es vermöge ihrer Verhältnisse nicht möglich ist ihre volle Zeit der Erziehung ihrer Kinder zu widmen, die Möglichkeit an die Hand zu geben, ihre Kinder in geordneter Weise erziehen zu lassen und in denselben schon in zartester Jugend den Keim zu einen sittlichen und religiösen Lebensrichtung zu legen und zu bewahren."

1856: Graf Hohenthal verkauft die Standesherrschaft
Der Fortbestand des Stiftes wurde durch ca. 10.000 Taler gesichert.

Bestimmungen aus dem Jahr 1856:
- Die Kleinkinderschule trägt dauerhaft den Namen Louisenstift.
- Die Kinder müssen - 2 Reichsgroschen und 5 Pfennige und wenn 2 Kinder aus einer Familie sind - 3 Reichsgroschen und 8 Pfennige für beide zahlen
- Die Kinder erhalten Frühstück, Mittagessen, und um 4 Uhr auch eine Vespersuppe.
- Nur die allerbedürftigsten werden unentgeltlich aufgenommen.
- Wer 4 Wochen hintereinander nicht zahlt, dessen Kind wird ausgeschlossen.
- Die Kinder müssen reinlich angezogen, gut gekämmt und gewaschen in die Anstalt geschickt werden, sonst werden sie zum Reinigen zurückgeschickt.

1896 veranlasst der Standesherr, geheimer Kommerzienrat B. Naumann, den Neubau auf der Gartenstraße, der noch heute das Heim beherbergt.