Kriegerdenkmale

In Königsbrück befanden sich fünf Denkmale, welche an die Gefallenen Bürger der Stadt und der Ortsteile erinnern und mahnen.


Gedenkstein vor der Volksschule
5.5.1921 Feier zur Enthüllung des Ehrenmals für die im Weltkrieg Gefallenen und Verstorbenen der Sächsischen Reitenden Artilleristen.
Das Ehrenmal stellte einen massiven Block dar, in Sandstein gearbeitet, auf graniten Unterbau, nach oben sich verjüngend ca. 2 1/2 m hoch.
Die Vorderseite enthielt die Widmung:
„1914-1918 Ihren im Kriege gefallenen und verstorbenen Kameraden zum ehrenden Andenken gewidmet von Offizieren, Reserve-Offizieren und ehemaligen Einjährig-Freiwilligen der Reitenden Abteilung Feldartillerie-Regiments Nr. 12"
StadtschuleAuf den Flächen der rechten und linken Seite waren die Namen von 36 Angehörigen der Reitenden Abteilung verzeichnet, die im Kriege den Tod erlitten haben. Nach oben schloss ein Fries, dessen Seiten ein eiserne Kreuz schmückte, den massiven Stein ab.
Das Denkmal wurde 1921 von Bildhauermeister Otto Beyer in Königsbrück angefertigt.

Am 31.12.1946 wurde es durch Zerschlagung des Granit beseitigt.

 

 


Kriegerdenkmal 1910

Kriegerdenkmal vor der Hauptkirche

 Der 01. September 2001 ist der 100. Jahrestag des Bestehens des ersten Krieger-Denkmals in Königsbrück. An diesem Tag im Jahre 1901 wurde das Kriegerdenkmal für die Gefallenen der Feldzüge von 1866 und 1870/71 des Amtsgerichtsbezirkes Königsbrück, nach einem Feldgottesdienst der bei den Scheunen abgehalten wurde, feierlich enthüllt. Initiator für das Errichten dieses Krieger-Denkmals war der Königl. Sächs. Militär-Verein Königsbrück und Umgebung. Geschaffen hat dieses Ehrenmal der Dresdner Professor Spieler. Das Denkmal besteht aus einem großen grobbehauenen, zwei Meter hohen Granitstein. Im Sockel mißt es 75x60 cm und zu oberst 50x50 cm. Als Krönung liegen oben übereinander aufgeschichtet 14 Eisenkugeln. Seitlich sind Bronzetafeln angebracht, die an die obengenannten Ereignisse erinnern.
Dieser Platz wurde ausgewählt, nachdem sich vorrangig der Stadtverordnete Reinhardt und andere gegen dem vom Militärverein vorgeschlagenen Platz, auf dem Kirschberg, ausgesprochen hatten. ...
Jörg Klotzsche

Mahnmal auf dem Scheibischen Berg
Vor dem jetzt zu sehenden Denkmal des 2. Weltkrieges war ein Denkmalsturm aus Granitsteinen mit eingebautem Feuerbecken auf dem Scheibischen Berg aufgestellt.

ScheibischAm 13. September 1925 wurde dieses Mahnmal eingeweiht.

Der granite Denkmalsturm trug 2 Inschriften:
„Ihren Toten 1914-1918 die Standesherrschaft Königsbrück"
- darüber ein gemeißelter Adler und
„Ein Volk, das seine Toten ehrt, ehrt sich selbst"
– darüber ein Kriegerkopf.
Ein weiter mit Kies bedeckter Platz 25x45 m² umgab den Turm.
Im Hintergrund 6 Gedenksteine mit den Namen der 130 im 1. Weltkrieg gefallenen Königsbrücker.
Das Denkmal wurde von Bildhauer Lange in Dresden angefertigt.
Am 31.12.1946 wird gemeldet, das der Granitobelisk der Ehrenmalsanlage zum grossen Teil abgetragen worden ist.

Zur Erinnerung an die im 2. Weltkrieg gefallenen Königsbrücker wurde am 7. Oktober 1969 das neu gestaltete Ehrenmal eingeweiht.

Scheibischer Denkmal     Scheibischer Gedenktafeln

Bildhauermeister Curt Tausch sollte das Schicksal der Menschen an der Front, sowie das Leid in der Heimat und die Erniedrigung der Menschen durch das Regime sowie dessen Widerstand künstlerisch zum Ausdruck bringen.

Neben der Inschrift

„Menschen seid wachsam"

sind zu sehen:

2 Wandreliefs „Frontschicksal" (Stalingrad) und „Leid der Heimat" (Zerstörung Dresdens)

sowie die Plastik „Gepeinigte" (Buchenwald).


Auf dem Scheibischen Berg wird streng unterschieden zwischen der Stätte des Gedenkens und dem Aussichtsplatz auf der vorderen Ebene der Stadt zugewandt.

Denkmal  an der Großenhainer Straße in Stenz

StenzMahnmal zur Erinnerung an die im 1. Weltkrieg gefallenen Stenzer Soldaten.
Ein schlichter Granitblock, der auf der Vorderseite die Namen der Gefallenen trägt.

 

 










Denkmal an der Hoyerswerdaer Straße (Sachsenstein)

An der Hoyerswerdaer Straße zwischen Eingang Neues Lager und Gefangenenfriedhof.
Zur Erinnerung an die ehemalige Königlich Sächsische Armee bei Königsbrück wurde der so genannte Sachsenstein geweiht.
Sachsenstein

Der granite Obelist trägt auf der Vorderseite die Inschrift:

„Der königl.-sächs. Armee XII. u. XIX. Art.-Regiment und ihren Feldformationen 1914-1918"

auf der Rückseite:

„gewidmet von den Kameraden des alten und neuen Heeres".