Ein kurzer Abriss

Ein kurzer Überblick über die Geschichte vom Königsbrück.

Königsbrück mit den Ortsteilen Gräfenhain und Röhrsdorf wird als das "Tor zur Westlausitz" bezeichnet und wurde 1248 erstmals urkundlich als "Kunigensbruk" erwähnt.

Die Entwicklung der Stadt ist eng mit der des Schlosses und der Standesherrschaft verknüpft.

Königsbrück um 1784
Königsbrück um 1784
Wo die "Hohe" Straße die Pulsnitz querte, entstand an dieser wichtigen Furt schon frühzeitig eine Straßenburg, aus der sich später die Schlossanlage entwickelte. Die Geschichte des Schlosses läßt sich bis zum Jahre 1355 zurückverfolgen, als es durch den Sechsstädtebund zerstört wurde (nicht urkundlich belegbar).

Gegenüber der Schloßanlage entstand das Städtchen Königsbrück mit seiner nunmehr über 400jährigen Hauptkirche.

 

Die Pulsnitz bildete zur Zeit der Stadtgründung den Grenzfluss zwischen der Mark Meißen und der Oberlausitz, die dem Königreich Böhmen unterstand. Viele Jahrhunderte hindurch war Königsbrück eine Handwerkerstadt, die besonders vom Töpfer- und Schuhmacherhandwerk geprägt war.

Königsbrück um 1884

Ende des 19. Jahrhunderts begann eine bescheidene Industrialisierung und die Anbindung an das Eisenbahnnetz.

Parallel dazu entwickelte sich Königsbrück zu einer kaiserlichen Garnisonsstadt.

3 Kasernenanlagen und ein Truppenübungsplatz sollten für 99 Jahre unsere Stadt dominieren. Handel, Handwerk und das Gaststättengewerbe profitierten davon.

Die Übernahme der militärischen Anlagen durch die "Rote Armee" nach 1945 hatte allerdings erheblich negative Auswirkungen auf die Entwicklung der Stadt Prinz Georg Kaserne 1910und ihrer Region, so das nur im beschränkten Maße industrielle Arbeitsplätze entstehen konnten.

 

Mit der friedlichen Revolution 1989 waren auch in Königsbrück umwälzende Veränderungen verbunden. Der letzte russische Soldat zog im September 1992 ab. Im Umfeld unserer Landeshauptstadt stellen die ehemaligen militärischen Liegenschaften nun ein wichtiges Flächenpotential dar. Seit 1998 arbeiten wir intensiv unter Mitwirkung des Freistaates Sachsen an der Aufbereitung dieser Flächen.

In den Jahren der deutschen Einheit forcierten wir die Entwicklung unserer Infrastruktur.

Eine Verbandskläranlage konnte 1995 in Betrieb genommen werden. Das Erdgasnetz und das Telekommunikationsnetz wurde modernisiert und erweitert. Der Anschluss der Stadt an eine neue Fernwasserleitung ist für die Entwicklung von Königsbrück und Ortsteilen von großer Bedeutung.

Gleichzeitig gab die Einbindung in das Bund-Länder-Städtebauförderprogramm erhebliche Impulse für die Stadterneuerung, die letztlich in wesentlich verbesserten Wohnbedingungen zum Ausdruck kommen.

Auch die Modernisierung öffentlicher Gebäude und Einrichtungen (Erlebnisbad, Rathaus, Stadtbibliothek, Jugend- und Freizeitzentrum, Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen) und die Entwicklung eines Gewerbegebietes waren somit möglich geworden.

Nach 60 Jahren konnte auch die Ortsumgehung im Jahre 1998 fertig gestellt werden, genau in dem Jahr, in dem unsere Stadt den 750. Jahrestag ihrer ersten urkundlichen Erwähnung feierlich begangen hat.

Königsbrück ist im Rahmen der Verwaltungsgemeinschaft mit Laußnitz und Neukirch auch Verwaltungszentrum der Region. Die wirtschaftliche Entwicklung wird künftig Schwerpunkt der Arbeit der Stadtverwaltung sein. Die Bürger dieser Stadt haben allen Grund, stolz auf das Erreichte zu sein und auch weiterhin mit Optimismus ans Werk zu gehen.