Die großen Brände in Königsbrück

* 1355 zogen mit aller Macht die Kriegsleute des Oberlausitzer Städtebundes "kgen Konigsbrucke und brannten ab den Schonenvelder Hof an dem statil", so berichtet Johann von Guben, ob damit unser Schloß gemeint war ist nicht belegbar, denn die Herren von Schönfeld waren nicht im Besitz unserer Stadt
* im Oktober 1431 kamen hussitische Schwärme sengend und brennend in unsere Landschaft, die Stadt und die Hauptkirche brannte mit ab

* 1513 brannte die Kirche am Himmelfahrtstag ab

* 1530 brannte fast die gesamte Stadt ab

* Am 1.8.1631 früh um 2.00 Uhr wurden die ganze Stadt, die Kirche , Pfarr- und Kaplandiakonat, das Schulgebäude, das Rathaus und 146 Wohnhäuser in
Schutt und Asche gelegt, es blieben nur das Schloß, die Hospitalkirche und 55 Häuser der Vorstadt verschont.

Nach diesem Brande wurdeBrand Emallierwerk 1912 ein Gang vom Markt bis zum Mühlgraben "zum ewigen Gedächtnis solcher Feuersbrunst" und zur Beschaffung von Wasser bei künftigen Bränden baufrei gelassen.

* 1677 wurde die erste Königsbrücker Feuerordnung erlassen
* am 4.12.1760 brannten 60 Häuser der Innen- und Vorstadt (die Häuser am Markt von Adler bis zur Sparkasse, die Curt Tausch Straße, Louisenstraße, Mittelstraße und Poststraße
- mehrere Jahrzehnte wurde zum Andenken jährlich eine Brandpredigt gehalten
und eine " Regularität" (Bau-Reglement) von J. F. E. Freiherr von Friesen erlassen um eine einheitliche Bauweise und bestmögliche Brandsicherheit zu gewährleisten
* am 2.5.1789 brach in einem Töpferhause durch Verwahrlosung Feuer aus,
6 Häuser brannten ab
* am 6.12.1791 brannten auf der Weißbacher Straße 8 Bürgerhäuser nieder, diesmal wahrscheinlich durch Brandstiftung
* im Aug. 1825 brannte esBrand Emallierwerk Reuter 1912 wieder in der Weißbacher Straße, unterhalb des vorherigen Brandortes gingen 4 Häuser in Flammen auf
* 25.9.1833 brannte das alte Schießhaus ab
* am 2.12.1833 brannte ein Gartenhäuschen ähnliches Gebäude im Erlicht, kurz davor oder danach brannten das Haus des Bergbesitzers Reinhard am Steinborner Weg und das Haus der Töpferwitwe Fiedler in der äußeren Kamenzer Gasse
* am 20.11.1840 wurden 3 Häuser in der Kirchgasse zerstört
* am 28/29.3.1847 brach auf der Südseite der Braugasse (Marktstraße), in der Nähe der Dresdner Straße, ein Feuer aus, es vernichtete die gesamte Braugasse, die Südseite der Schloßstraße, die Nord- und Westseite des Marktes mit dem Rathaus
- mit Löschgeräten, sogenannte Sturmfässer (das waren große hölzerne, auf schlittenähnlichen Gestellen befestigte, gefüllte Wasserkübel, die an den ehemaligen Rohrtrögen standen) wurde Wasser herbeigeschleppt
Das Wasser gelangte durch die Spritzer zum Feuer. Als der Wasservorrat der Sturmfässer erschöpft war, bildete man eine Zutragekette mit Löscheimern die von Hand zu Hand bis zur Pulsnitz gingen .
Insgesamt wurden 34 Häuser und 113 Nebengebäude ein Raub der Flammen, 269 Menschen wurden obdachlos.
*am 19.8.1848 legte einBrandruine Scheunenbrand in der Talstraße links der Kamenzer Straße 36 Scheunen mit der gesamten Ernte, Gerätschaften und mehreren Wagen in Schutt und Asche
* am 18.8.1849 brannten die Scheunen an der Dresdner Straße
* am 1.10.1877 brennen die Scheunen links der Jägerhofstraße
* am 3.7.1885 brach im Dachstuhl links vom Eingang des Schlosses in dem sich die Kleinkinder- Bewahranstalt und die Gendarmerie- Station befanden Feuer aus
* am 24.7.1889 wurde die Fabrikfeuerwehr der Firma Reuter ( Emaillierwerk) gegründet
* 1900 brannte die Schloßbrauerei
* Juni 1912 Brand im Emallierwerk Reuter
* am 5.1.1936 brach Feuer in den Keramischen Werken aus
* am 27. April 1982 brannte die Stadtmühle ab

Stadtarchiv