88. Verbandsversammlung am 31.05.2017 AZV

Gefasste Beschlüsse des AZV Königsbrück:

88. Verbandsversammlung am 31.05.2017 AZV

Öffentlicher Teil:

Beschluss-Nr. 01 - 05 - 17 AZV
Änderung der Geschäftsordnung der Verbandsversammlung des AZV Königsbrück

Ja-Stimmen: 10 Nein-Stimmen: 0 Stimmenthaltungen: 0

Beschluss-Nr. 02 - 05 - 17 AZV
Überplanmäßige Ausgabe im Finanzhaushalt des AZV Königsbrück

Ja-Stimmen: 10 Nein-Stimmen: 0 Stimmenthaltungen: 0

Beschluss-Nr. 03 - 05 - 17 AZV
Vergabe der Bauleistung zur Errichtung einer Regenwasserkanalisation im Bereich des Bahnübergangs Schulstraße in Laußnitz

Ja-Stimmen: 10 Nein-Stimmen: 0 Stimmenthaltungen: 0

Beschluss-Nr. 04 - 05 - 17 AZV
Klarstellung zu der von der Gemeinde Neukirch im OT Neukirch übernommenen Teilortskanalisation

Ja-Stimmen: 10 Nein-Stimmen: 0 Stimmenthaltungen: 0

Beschluss-Nr. 05 - 05 - 17 AZV
Überplanmäßige Ausgabe im Ergebnishaushalt des Haushaltsjahres 2016

Ja-Stimmen: 10 Nein-Stimmen: 0 Stimmenthaltungen: 0

Geschlossener Teil:

Beschluss-Nr. 06 - 05 - 17 AZV
Präqualifizierung der Bieter des Teilnahmewettbewerbes zur Ausschreibung der Bewirtschaftung der Abwasseranlagen des AZV Königsbrück

Ja-Stimmen: 10 Nein-Stimmen: 0 Stimmenthaltungen: 0

Die Beschlüsse des öffentlichen Teils liegen zur Einsichtnahme in den Geschäftsräumen des AZV Königsbrück zu den bekannten Öffnungszeiten aus.

Heiko Driesnack,
Vorsitzender
AZV Königsbrück

Abwasserentsorgung auf Wochenendgrundstücken und in Kleingartenanlagen

Nach den gesetzlichen Vorgaben (Sächs. Wassergesetz und Kleinkläranlagenverordnung) muss seit dem 01.01.2016 anfallendes Abwasser aller Grundstücke einer biologischen Reinigung unterzogen werden. Für die Wohngrundstücke im Verbandsgebiet ist diese Forderung bis auf wenige Ausnahmen umgesetzt.

Der Abwasserzweckverband ist nun in der Pflicht, eine geordnete Abwasserentsorgung auch auf sonstigen Grundstücken umzusetzen, auf denen Abwasser anfällt. Insbesondere sind das sogenannte Wochenendgrundstücke oder Parzellen in Kleingärten, in denen Schmutzwasser anfällt.
Durch die Geschäftsstelle des AZV Königsbrück werden derzeitig Fragebögen versendet, um zu ermitteln, auf welchen Grundstücken außerhalb der Wohnbebauung Abwasser in Form von Schmutzwasser anfällt.

Diese betroffenen Grundstückseigentümer bzw. die zur Nutzung berechtigten werden anschließend aufgefordert eine Abwasserentsorgung nach dem Stand der Technik herzustellen. In den meisten Fällen ist es eine sinnvolle Lösung, eine abflusslose Grube zu errichten, die vor Inbetriebnahme einer Dichtigkeitsprüfung zu unterziehen ist. Das gesammelte Abwasser wird dann über die mobile Entsorgung der zentralen Kläranlage zugeführt. Dabei ist zu beachten, dass das gesamte Schmutzwasser der abflusslosen Grube zuzuführen ist. Die bisherige gängige Praxis der Versickerung von Grauwasser (fäkalienfreies Wasser aus Waschbecken, Dusche, Waschmaschine usw.) in Sickergruben entspricht nicht dem Stand der Technik und ist nicht mehr zulässig.
Zur Umsetzung dieser Forderung stehen die Mitarbeiter des AZV Königsbrück beratend zur Verfügung.

Lars Mögel
Geschäftsstellenleiter
AZV Königsbrück

Niederschlagswasserableitung auf öffentliche Flächen

In der letztjährigen Juli- Ausgabe hatten wir in einem ausführlichen Artikel zur Unzulässigkeit der Ableitung von Niederschlagswasser aus privaten Grundstücken auf öffentliche Flächen hingewiesen.

Diese Thematik rückt für den AZV Königsbrück immer mehr in den Fokus, da durch Starkregenereignisse häufig Grundstücke bzw. Keller oder andere Gebäudeteile geflutet werden.

Beispiel zum Einbau einer Rinne an der Grundstücksgrenze, die beispielsweise an einen Sickerschacht angeschlossen werden kannWir möchten an dieser Stelle nochmals an alle Grundstückseigentümer appellieren, bei der Befestigung von Hofflächen darauf zu achten, dass zum Beispiel durch Gefälleanpassung das Regenwasser zum Beispiel auf Grünflächen im Grundstück abgeleitet wird. Alternativ kann an der Grundstücksgrenze zur öffentlichen Straße eine Entwässerungsrinne eingebaut werden, die das Niederschlagswasser auffängt und in einer grundstückseigene Versickerungsanlage ableitet.

Beispiel zum Einbau einer Rinne an der Grundstücksgrenze, die beispielsweise an einen Sickerschacht angeschlossen werden kann
Von Seiten des AZV Königsbrück haben wir auch die hiesigen Baufirmen darauf hingewiesen, den Grundstückseigentümer bei Hofpflasterarbeiten entsprechende Lösungsvorschläge aufzuzeigen.
Uns ist bewusst, dass wir diese Problematik nicht von heute auf morgen bereinigen werden, zumal teilweise schon über Jahrzehnte das Wasser aus dem Grundstück „den Berg runter“ auf die Straße läuft. Wenn jedoch Hofflächen und Einfahrten neu befestigt oder erneuert werden, und die Regenwasserableitung auf öffentliche Flächen „geplant“ ist, kann das nicht akzeptiert werden. Bei Neubaumaßnahmen privater Bauherren wird der AZV Königsbrück die Umsetzung einer geordneten Regenwasserableitung prüfen und ggf. nachfordern.

Der letztjährige Artikel zu dieser Thematik im Stadtanzeiger mit der Darstellung von umfangreichen technischen Möglichkeiten ist auf der Homepage des AZV Königsbrück zu finden (unter „Aktuelles“). Gern beraten wir die Grundstückseigentümer bei einem Vororttermin, welche technischen Möglichkeiten im Einzelfall sinnvoll sind.

L. Mögel
Geschäftsstellenleiter
AZV Königsbrück